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Energetische Sanierung – Das sind die 5 Ansätze!

Energetisch Sanieren
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Energetische Sanierung – Das sind die 5 Ansätze!

Sie wollen den Energieverbrauch Ihrer Immobilie senken und damit erhebliche Kosten sparen? Dann lohnt es sich Ihre Immobilie energetisch zu sanieren. So leisten Sie einen wichtigen Beitrag für die Umwelt und schonen zugleich Ihre Haushaltskasse. Aber wo sollte man anfangen mit der Sanierung? Welche Optionen Sie hierbei haben, erläutern wir Ihnen in diesem Blogbeitrag.

Inhaltsverzeichnis
  1. Der Begriff: Energetisch Sanieren
  2. Diese 5 Ansatzpunkte gibt es
    1. Fenster
    2. Heizung
    3. Fassade
    4. Dach
    5. Kellerdämmung
  3. Ablauf einer energetischen Sanierung

Es gibt etliche Möglichkeiten, die Energieeffizienz einer Immobilie zu erhöhen. Wir freuen uns, dass Sie energetisch effizienter wohnen möchten und unterstützen Sie gerne bei Ihrem Vorhaben. Wir haben Ihnen die fünf möglichen Punkte zusammengefasst, an denen Sie bei einer energetischen Sanierung ansetzen können.

 

Der Begriff: Energetisch Sanieren

Unter dem Begriff „Energetische Sanierung“ oder auch „thermische Sanierung“, werden in der Regel die baulichen Veränderungen eines Gebäudes verstanden, durch die sich der Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser und Lüftung reduziert – somit auch die Heizkosten. Dazu stehen den Bauherren eine Reihe verschiedener Modernisierungsmaßnahmen zu Verfügung. Die wichtigsten Ansatzpunkte für solche Maßnahmen erläutern wir Ihnen im Folgenden.

 

Die 5 Ansatzpunkte

Bei einer energetischen Sanierung können Sie an vielen verschiedenen Punkten Ihrer Immobilie ansetzten. Wichtig: alle Maßnahmen sollten aufeinander abgestimmt und ineinander schlüssig sein. Ist beispielsweise ohnehin eine Dämmung geplant, dann kann die neue Heizung unter Umständen viel kleiner ausfallen. Für ein effizientes Vorgehen bei energetischen Sanierungen sollte vorab ein Sanierungsfahrplan erstellt werden, der die gesamte Immobilie berücksichtigt.

 

Fenster

In vielen Fällen stellen alte Fenster die größte Schwachstelle eines Hauses dar, wenn man die Energiebilanz und den Wärmeschutz betrachtet. Bis zu 20 % der Raumwärme können hier verloren gehen. Moderne Fenster, die zwei- oder dreifach verglast sind, sparen hier unter Umständen hohe Summen ein. Der Wärmedurchgangskoeffizient U, der den Wärmeverlust angibt, ist hier die entscheidende Kennzahl. Je niedriger der U-Wert, desto geringer ist der Energieverlust. Ein guter Wert liegt unter 0,8 W/(m²·K).

Fenster mit Mehrfachverglasung schützen vor Wärme und Kälte, da sie einen wärmedämmenden Fensterrahmen und eine Edelgasfüllung zur Verbesserung des Wärmeschutzes in den Glaszwischenräumen besitzen. Im Winter bleibt es schön warm und im Sommer ermöglicht die Verglasung kühle Wohnräume. Dabei ist es nicht wesentlich, ob Sie sich für Kunststofffenster, Holzfenster oder Holz-Alu-Fenster entscheiden.

Die Kosten pro Quadratmeter Fensterfläche sind:
Doppelverglasung: ca. 290 bis 340 Euro
Dreifachverglasung: ca. 340 bis 390 Euro

 

Heizung

Moderne Heizungen senken die Heizkosten erheblich und sind deutlich effizienter als veraltete Heizungen. Es gibt viele verschiedene moderne Heizmöglichkeiten, die im Folgenden näher erklärt werden.

Gasbrennwertheizung oder -Hybridheizung
Die Gasbrennwertheizung ist in Deutschland die am häufigsten eingebaute Heizanlage. Bei ebendieser wird der Energieträger (Erdgas oder Flüssiggas) in einem Brennwertkessel verbrannt. Mit der dabei freigesetzten Wärme wird dann das Heizungswasser erhitzt. Durch das Prinzip der Brennwerttechnik ist eine Gasbrennwertheizung deutlich effizienter als eine Gasheizung, da Sie diese oft sehr leicht mit erneuerbaren Energien kombinieren können (sogenannte Hybridheizungen). Dazu zählen zum Beispiel Solarthermie, Wärmepumpe oder auch Biomasse. In diesen Fällen winken attraktive Förderungen  für die energetische Maßnahme.

Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe erzeugt aus ihrer Umgebung Wärme. Vereinfacht dargestellt zieht sie beispielsweise aus dem Boden, dem Grundwasser oder der Luft Wärme und leiten diese an das Heizsystem weiter. Hierbei ist zu beachten, dass Wärmepumpen Strom benötigen. Der Stromverbrauch kann in manchem Fällen durch Nutzung nahezu verdoppelt werden. Sparpotenzial bietet eine Kombination mit einer Solaranlage. Dann kann der Strom, den die Wärmepumpe benötigt, durch Sonnenenergie produziert werden. Den Einbau einer Wärmepumpe können Sie sich übrigens ebenfalls fördern  lassen.

Solarthermieanlagen
Bei einer Solarthermieanlage wird die Energie der Sonne in Wärme umgewandelt. In der Anlage wird mithilfe der Sonne Wasser erwärmt, das dann zum Heizsystem weitergeleitet wird. Dieses erwärmte Wasser lässt sich sowohl für die Heizung als auch für die Warmwasserbereitung verwenden. Da die Sonnenenergie nicht das ganze Jahr über konstant hoch ist, kann es sein, dass sie im Winter nicht für das Heizsystem ausreicht. Daher ist es ratsam, eine Solarthermieanlage mit einem anderen Heizsystem zu kombinieren. Eine Solarthermieanlage deckt als Heizungsunterstützung im Durchschnitt ca. 25 % des Energiebedarfs ab. Diese Kennzahl hängt immer von bestimmten Faktoren, wie der Dachfläche, der Ausrichtung der Sonnenkollektoren oder der Sonnenstunden ab. Für den Einbau einer Solarthermieanlage werden zudem Fördergelder  gezahlt.

Hybridheizung
Hybridheizungen sind energiesparende Kombinationen verschiedener Wärmequellen. Zentraler Bestandteil einer Hybridheizung ist in der Regel ein Warmwasserspeicher, in den verschiedene Heiztechnologien Wärme leiten. Dadurch werden die Vorteile verschiedener Heizsysteme miteinander verknüpft. Jedes System kann für sich allein bestehen, also auch einzeln die gewünschte Heizleistung bringen, aber in Kombination wirken die Anlagen energiesparender und umweltfreundlicher. Sinnvolle Kombinationen sind beispielsweise die Wärmepumpe und Solarthermie, eine Holzheizung und Solarthermie oder einen Scheitholzkessel und Wärmepumpe. Eine Hybridheizung ist in der Anschaffung teuer, denn es müssen zwei Heiztechnologien installiert werden. Allerdings amortisieren sich diese Anschaffungskosten nach einigen Jahren. Hybridheizungen, die mit erneuerbaren Energien kombiniert werden, sind förderfähig .

Heizen mit Holz
Wer hier zuerst an Kamine und Kachelöfen denkt, wird leider enttäuscht. Denn diese Heiztechniken sind weder energetisch sinnvoll, noch umweltfreundlich. Neben der Tatsache, dass für die Holzscheite Wälder gerodet werden, wird beim Verbrennungsprozess viel CO₂, Feinstaub, Methan und Lachgas freigesetzt. Eine energetisch sinnvolle Heiztechnologie mit Holz ist die Pelletheizung. Das Holz dafür stammt in Deutschland häufig von Holzabfällen, wie beispielsweise Sägespänen, die in Sägewerken als Abfall anfallen. Diese werden dann zu kleinen Pellets gepresst. Einmal im Jahr wird das Holzpelletlager befüllt und anschließend läuft die Heizung vollautomatisch. Die Pellets sind zwar vergleichsweise preiswert, allerdings benötigen das Lager und der Kessel viel Platz. Mit der Holzpelletsheizung sparen Sie zwar Heizkosten, doch die Frage nach der Klimafreundlichkeit ist nicht ganz eindeutig zu beantworten. Zwar stammen die Pellets in der Regel aus Holzabfällen, doch die Trocknung und Herstellung sowie das Verbrennen der Pellets erzeugt durchaus Emissionen.

Mit Brennstoffzelle heizen und Strom erzeugen
Die Brennstoffzelle ist eine innovative Technologie, die die Atmosphäre deutlich entlasten kann. Hierbei wird aus Erdgas Wärme und Strom erzeugt. Dabei reagieren Wasserstoff und Sauerstoff in einer kalten Verbrennung miteinander und das einzige Abfallprodukt, das entsteht, ist Wasser. Neben der Wärme wird dadurch genügend Strom für den Haushalt produziert.

Optimierung der Heizungsanlage
Die bestehende Heizung muss nicht ersetzt werden, Sie können sie auch effizienter machen und so Kosten sparen. Das funktioniert zum Beispiel durch den Austausch einer Pumpe oder eines Heizkörpers. Hierbei sollte ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, falls es sich um eine wassergeführte Heizung handelt. Liegt ein Luftheizendes System vor, sollten die Luftvolumenströme einreguliert werden.

 

Fassade

Durch eine Fassadendämmung sparen Sie bis zu 35 % der Energiekosten ein. Falls Sie vorhaben, die Fassade zu renovieren, lohnt es sich, die Dämmung gleich mit anzubringen, da gewisse Fixkosten wie z. B. das Gerüst in beiden Fällen anfallen.

Kern- oder Einblasdämmung
Diese Dämmung wird bei einem zweischaligen Mauerwerk mit einem Hohlraum dazwischen angewendet. Dabei werden Löcher in das Mauerwerk gebohrt und Mineralschaum oder -wolle bzw. Perlite-Granulat in den Hohlraum geblasen. Durch den begrenzten Hohlraum ist der Wärmedämmeffekt hier allerdings vergleichsweise gering.

Wärmedämmverbundsystem
Bei dieser Dämmvariante werden Dämmstoffplatten auf der Außenseite des Gebäudes angebracht, verdübelt und verputzt.

Hinterlüftete Vorhangfassade
Hierbei bauen die Handwerker Dämmmaterial in einer Unterkonstruktion ein und lassen Platz für die Luftzirkulation. Anschließend wird die Konstruktion mit Fassadenplatten oder einer Holzverschalung verkleidet. Der Vorteil: anfallende Feuchtigkeit wird durch die Hinterlüftung sehr gut abgeführt und Ihr Gebäude bekommt neuen Look.

Die genannten Dämmvarianten lassen sich jedoch nicht bei jedem Haus anwenden. Deswegen müssen in manchen Fällen die Wände von innen gedämmt werden. Dabei kann man ebenfalls durch hochwertige Dämmstoffe und -systeme den Wärmeverlust effektiv senken. Zu diesen Fällen gehören Häuser

- mit denkmalgeschützter Fassade
- mit aufwendig gestalteter Fassade und
- mit beheizten Wohnräumen, die an ungeheizte Räume grenzen.

 

Dach

Eine Dachdämmung sorgt dafür, dass die oberen Räume im Winter nicht auskühlen und im Sommer nicht überhitzen, sodass Sie ganzjährig eine angenehme Raumtemperatur haben. Hierbei können Sie 20-30 % der Heizenergie sparen. Auch hier gibt es wieder verschiedene Arten der Dämmung.

Raumsparrendeckung
Die Raumsparrendeckung ist am effektivsten und bietet sich an, wenn das Dach sowieso neu eingedeckt wird. Ein Dach besteht dabei aus sechs Schichten: Sparren, Unterspannbahn, Aufsparrendämmung, Diffusionsoffene Vordeckung, Ziegellattung und Dacheindeckung, welche das Dach nach außen abschließt. Bei dieser Methode kann das Dachgeschoss auch als Wohnraum genutzt werden.

Zwischensparrendämmung
Für ein geringeres Budget eignet sich die Zwischensparrendämmung, die einen kleineren Aufwand bei der Anbringung mit sich bringt. Dabei wird zwischen die bestehenden Dachsparren die Dämmung montiert, darunter liegen die Dampfbremse und die Verkleidung.

Untersparrendämmung
Um die Wirkung der Zwischensparrendämmung zu verstärken, kann man zusätzlich die Untersparrendämmung anbringen. Sie wird zusammen mit einer Konterlattung angebracht, darunter liegen die Dampfbremse und die Verkleidung.

Dachbodendämmung
Wird der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt, kann anstelle der Dachschräge auch die obere Geschossdecke gedämmt werden. Dabei wird die Dämmung über der Dampfsperre angebracht, die wiederum auf der Geschossdecke angebracht ist. Der Dachboden bleibt trotz der Dämmung begehbar. Diese Option ist kostengünstiger und hält die Wärme in den bewohnten Räumen.

 

Kellerdeckendämmung

Durch ungedämmte Böden fließt die Wärme aus dem beheizten Wohnbereich in den darunter liegenden unbeheizten Keller. Dadurch kühlt das Erdgeschoss aus und die Heizkostenrechnung steigt. Die Lösung: eine Dämmung der Kellerdecke verhindert, dass Wärme verloren geht. Damit ist die Kellerdeckendämmung eine der rentabelsten Sanierungsmaßnahmen, da sie in der Herrichtung überschaubare Kosten mit sich bringt. Trotzdem weist sie ein hohes Energiesparpotenzial auf und verbessert den Wohnkomfort. Als Einzelmaßnahme ist sie ein guter Anfang für die Sanierung Ihrer Immobilie.

Grundsätzlich ist die Dämmung von unten am effektivsten, dabei werden Dämmplatten fugenlos und ohne Hohlräume an der Kellerdecke angebracht. Zudem verhindert eine Sockeldämmung Wärmebrücken, durch die wertvolle Heizenergie verloren geht.

 

Ablauf einer energetischen Sanierung

Sie planen Ihre Immobilie energetisch zu sanieren? Fragen Sie zu aller erst einen Energieexperten um Rat. Denn die energetischen Maßnahmen müssen unbedingt aufeinander abgestimmt sein. Nur dann sind ist die Kostenersparnis und Effizienz so hoch, wie versprochen. Außerdem hängt die Umsetzung der Maßnahmen mit der Beschaffenheit Ihrer Immobilie und Ihres Grundstücks zusammen. Wenn Sie beispielsweise einen felsigen Boden haben, können Sie keine Wärmepumpe einbauen, die Wärme aus dem Boden zieht. Wenn Ihr Dach in Richtung Ost-West ausgerichtet ist, lohnt sich eine Solaranlage oder Solarthermieanlage oft nicht im gleichen Maße wie bei einem Dach in südlicher Richtung. Ein Energieberater stellt Ihnen einen Sanierungsplan für jedes Budget auf und errechnet das mögliche Sparpotenzial. So stecken Sie kein Geld in sinnlose Maßnahmen. Wichtig: die ganze Immobilie ist zu betrachten, sodass am Ende ein sinnvolles Gesamtkonzept entsteht, das nachhaltig und energieeffizient ist. Denn es nutzt nichts, die Fenster zu erneuern und die Fassade nicht mit einzubeziehen, da über die Fassade eine große Menge an Wärmeenergie verloren geht.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, ein Gebäude von außen nach innen zu sanieren. Außerdem sollten Sie sich bereits zu Beginn einen Überblick über die Kosten für die energetische Sanierung oder Modernisierung machen und die dafür vorgesehenen Fördermittel in die Planung mit einbeziehen. Voraussetzung für viele Förderprogramme der KfW bzw. die Bundesförderung ist die Einbeziehung eines Energieberaters. Käufer einer gebrauchten Immobilie können sich an dem Energieausweis orientieren, der wertvolle Informationen über den Zustand des Hauses liefert.


Wir fördern auch Ihr Vorhaben

Die Volksbank möchte Sie bei Ihrem Vorhaben nicht alleine stehen lassen und wir unterstützen deshalb Ihr energetisches Vorhaben. Wenn Sie als Immobilien-Teilverkäufer eine energetische Sanierung planen, unterstützen wir Sie gerne entsprechend unserer Eigentumsanteile an den energetisch sinnvollen Maßnahmen. Die Parameter zu unserer Unterstützung erläutert Ihnen gerne Ihr Kundenberater im persönlichen Gespräch. Einen Überblick über Fördermittel für energetische Maßnahmen erhalten Sie im Artikel zur Förderung energetischer Sanierung.

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