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Die Wärmedämmung für die Fassade der Immobilie

Renovieren und sanieren
| 1. April 2026
Die Wärmedämmung für die Fassade der Immobilie

In Zeiten des Klimawandels kann es nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll sein, einen genaueren Blick auf die Wärmedämmung der eigenen vier Wände und der Fassade zu werfen. Als Immobilienbesitzer können Sie damit nämlich nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Ihren Geldbeutel. Wie das Ganze funktioniert, welche Vorteile Sie dadurch erhalten und wie der Staat Sie hierbei unterstützt – erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

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    Das Wichtigste in Kürze

    Mit der gedämmten Fassade eines Hauses sind aus energetischer Sicht die Außenwände einer Immobilie gemeint. Die Außenwände spielen energetisch betrachtet eine besonders wichtige Rolle, da sie meist die größte Fläche und damit auch den Ort der höchsten Wärmeverluste darstellen. Es gibt hierbei unterschiedliche Lösungen zur Wärmedämmung, die sich in Material, Kosten und Anbringungsort stark unterscheiden. Im Durchschnitt können Sie bei der Fassadendämmung 19 Prozent an Heizkosten sparen. Dieser Wert ist selbstverständlich von Immobilie zu Immobilie unterschiedlich. Neben den gesparten Energiekosten haben wärmegedämmte Immobilien zusätzlich einen positiven Effekt auf das Wärmegefühl im Wohnobjekt, da sie langsamer auskühlen und die Wärme entsprechend länger im Raum verbleibt.

    Arten der Wärmedämmung

    Vom Wärmedämmverbundsystem über die Vorhangfassade bis zur Kerndämmung gibt es für die energetische Sanierung der Hauswand unterschiedliche Arten der Wärmedämmung, den Sie für Ihren individuellen Sanierungsfahrplan berücksichtigen sollten.

    Das Wärmedämmverbundsystem

    Das Wärmedämmverbundsystem (kurz WDVS) ist eine der gängigsten Dämmmethoden. Bei dieser Methode werden Dämmstoffplatten auf das Mauerwerk geklebt oder gedübelt und am Ende verputzt. Als Materialien kommen dabei Kunststoffe wie EPS oder PUR, Mineralwolle oder auch Holzstoffe zum Einsatz. Sie können hierbei mit Kosten im Bereich von 100 bis 150 Euro pro Quadratmeter rechnen.

    Die Vorhangfassade

    Die Vorhangfassade ähnelt vom Prinzip her dem WDVS. Auch hier werden Dämmstoffe verklebt oder verdübelt, jedoch nicht verputzt, sondern eine weitere Materialschicht aus Holz oder Platten auf die gedämmte Fassade montiert. Diese erweiterte Fassade wird in der Regel lediglich als optische Aufwertung gegenüber dem WDVS angesehen. Die Materialien können aber auch so angebracht werden, dass eine sogenannte hinterlüftete Fassade entsteht, die Raum für Luftzirkulation lässt und damit einen zusätzlichen Schutz gegen Schimmelbildung bietet. Die Kosten liegen zwischen 75 und 300 Euro pro Quadratmeter.

    Die Kerndämmung

    Die Kerndämmung ist eine besondere und kostengünstige Variante der Dämmung, die jedoch nicht bei allen Gebäuden angewendet werden kann. Voraussetzung dafür ist ein zweischaliges Mauerwerk. Das Bauen mit zweischaligem Mauerwerk hat in Deutschland eine lange architektonische Tradition und wird in allen Regionen des Landes – mit Ausnahme des Südens – angewendet.

    Beim zweischaligen Mauerwerk gibt es im Prinzip zwei Mauern: eine dickere Innenseite und eine vorgesetzte Mauerebene, die als Wetterschale bezeichnet wird. Dazwischen befindet sich ein Hohlraum. Dieser Hohlraum, der ursprünglich vor allem dem Feuchteschutz diente, wird im Rahmen der Kerndämmung genutzt und mit Dämmstoff gefüllt. Die Kosten hierfür liegen bei den verschiedenen Dämmstoffherstellern etwa zwischen 20 und 50 Euro pro Quadratmeter. Auch wenn es Ausnahmen gibt, bei denen teurere Materialien verwendet werden, beginnen die Kosten bereits bei 20 Euro pro Quadratmeter, was die Kerndämmung zu einer besonders kostengünstigen Variante der Haussanierung macht.

    Unterschied zur Innendämmung

    Eine alternative Form zur Außendämmung ist die Innendämmung der Fassaden. Diese wird nur dann angewendet, wenn bauliche Gegebenheiten die Außendämmung unmöglich machen oder zumindest stark erschweren, wie beispielsweise bei sehr alten Gebäuden oder Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen. Bei der Innendämmung ist es üblich, die Innenwände mit Dämmplatten zu versehen, wobei Mineralschaumplatten, Kalziumsilikatplatten oder Mineralwolle übliche Materialien für die Verwendung sind. Die Vorteile der Innendämmung liegen darin, dass die Außenfassade optisch unverändert bleibt. Außerdem ist kein Gerüst erforderlich, was wiederum Kosten spart, und die Wohnräume werden schneller warm.

    Die Nachteile sind jedoch nicht von der Hand zu weisen. Besonders hervorzuheben ist, dass durch die Anbringung von Dämmmaterial nach innen der Wohnraum verloren geht. Es gibt zwar mittlerweile auch sehr dünne Materialien, diese sind jedoch wesentlich kostspieliger.

    Die Vorteile der Außendämmung ergeben sich aus den erwähnten Nachteilen der Innendämmung. Des Weiteren kann eine Außendämmung mit einer Fassadensanierung kombiniert werden. Entscheiden Sie sich also für mehrere Arbeiten an der Fassade, können Sie entsprechend Kosten einsparen, da das Gerüst nur einmal aufgestellt werden muss. Außerdem dient das verstärkte Mauerwerk bei der Außendämmung als Wärmespeicher, was bei einer Innendämmung nicht der Fall ist.

    Staatliche Förderung von Dämmmaßnahmen

    Der Staat stellt erfreulicherweise sowohl für Innen- als auch Außendämmmaßnahmen Fördermittel zur Verfügung. Diese können in Form von Zuschüssen sowie steuerlichen Vorteilen gewährt werden. Die Förderung ist dabei von verschiedenen Variablen abhängig. Bei einer einzelnen energetischen Sanierung beispielsweise können bis zu 20 Prozent der Sanierungskosten vom Staat bezuschusst werden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt Zuschüsse von 15 Prozent für Sanierungen, die mindestens 2.000 Euro und maximal 60.000 Euro kosten. Weitere fünf Prozent können hinzugewonnen werden, wenn ein individueller Sanierungsplan vorgelegt und akkreditiert wird. Bei einem Einfamilienhaus können Sie dadurch jährlich mehrere hundert Euro an Heizkosten sparen.

    Alternativ bestehen die Möglichkeiten, Unterstützung in Form von Kreditbezuschussung oder steuerliche Vorteile zu beantragen. Die maximale Kreditsumme, die bezuschusst werden kann, liegt bei 150.000 Euro, während steuerlich bis zu 40.000 Euro der Investitionskosten über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben werden können. Wichtig ist jedoch, dass Sie bei all diesen Zuschussformen beachten, dass Sie sich für eine von ihnen entscheiden müssen, da sie nicht kombinierbar sind.

    Fazit

    Die Wärmedämmung der eigenen vier Wände ist eine ideale Möglichkeit, Ihre Immobilie aufzuwerten und gleich mehrere Vorteile zu nutzen. Sie trägt zum Klimaschutz bei, steigert das Wohlbefinden in der Immobilie und ermöglicht finanzielle Einsparungen durch geringere Energiekosten. Die Vorteile sind also vielfältig. Hinzu kommt, dass der Staat Rahmenbedingungen geschaffen hat, die Ihre Finanzierungskosten senken und noch attraktiver machen.

    Wichtig ist nur, dass Sie sich im Vorfeld entsprechend informieren und (ggf. unter Einbeziehung von Expertenmeinungen) herausfinden, was für Sie am besten geeignet und am wirtschaftlichsten ist. Abgesehen davon ist die Wärmedämmung Ihrer Fassade eine ideale Investition in sich selbst und in die Umwelt. Wenn Sie dabei finanzielle Hilfe benötigen, können Sie eine unverbindliche Beratung von unseren Finanzexperten in Anspruch nehmen. Wir stehen Ihnen dabei gerne zur Seite!

    Häufig gestellte Fragen

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